UNVERGESSLICHE STERNE von A. M. Jacobs

Dunkelheit. Stille. Nur das Ticken einer Uhr ist zu hören. Plötzlich ein heller Schein. So hell, dass das Kinderzimmer von Linus erstrahlt wird. Linus liegt in seinem Piratenbett und starrt zu diesem hellen Licht. Auf einmal eine hellende, klingende Stimme. „Du brauchst keine Angst haben Linus, ich bin es Gerd, dein Opa“. Linus beobachtete die helle Gestalt und fing an zu zittern. Gerd, der in einem hellen Licht umschlossen ist, geht langsam auf Linus hinzu und reichte ihm die Hand. Er beobachtete jede Bewegung und traute sich nicht seinem Opa die Hand zu geben. „Linus, ich bin es wirklich“, sagte die helle Gestalt. „Warum bist du so hell?“ fragte nun Linus vorsichtig. „Ach Linus, ich habe nicht mehr viel Zeit, ich wollte dir auf Wiedersehen sagen“, sagte er traurig. Linus wollte nach seiner Hand greifen, aber er konnte ihn nicht fassen. „Aber wo gehst du hin, Opa ?“, fragte er nun wieder vorsichtig. „Ich werde hinter dem Regenbogen auf dich warten mein Lieber, so nun wird es Zeit.“, sagte Gerd verzweifelt und drehte sich um. „Nein Opa nicht gehen .. Was soll ich ohne dich machen?“, verzweifelte Linus und fing an zu weinen. Gerd drehte sich kurz um und sagte mit voller Hoffnung. „Ich muss jetzt leider .. siehe jeden Abend in den Himmel und wenn dort ein Stern richtig hell leuchtet, das bin ich .. dann denke an mich, vergiss mich nicht Linus“. Gerd küsste ihn auf den Kopf und löste sich langsam mit einem Lächeln auf. Linus weinte und weinte. Er schloss kurz die Augen und überlegte was grade passiert war. Auf einmal ging die Tür auf, helles Licht und Frieda, seine Mutter kommt rein. „Linus, Linus wach auf.“ Er öffnete langsam die Augen. Hatte er nur geträumt?? Er schaute sich um. Er liegt in seinem Piratenbett. Dunkelheit. Nur das Licht vom Flur. Frieda redete auf ihn ein, aber Linus hörte sie nicht. „Opa ist gestorben.. hörst du .. er ist gestorben an Corona.“, redete sie auf ihn ein, umarmte Linus und schniefte immer wieder. Nun waren beide am weinen. Linus erzählte ihrer Mutter von dem Erlebnis mit Gerd. Frieda streckte ihre Hand nach ihm aus und beide gingen zum Fenster. Dies war das letzte was Gerd wollte und dort schienen die Sterne. In der Mitte des Sternenhimmel war ein Stern, der hell leuchtete. Nun wusste Linus, das wird sein Opa sein und winkte dem Stern zu. Diese Kurzgeschichte widme ich jedem Stern, der durch Corona verstorben ist. Sie sollen so hell leuchten, wie in dieser Geschichte. Als Erinnerung an alle wunderbaren Menschen.